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… wo sind sie
geblieben?
Ein Beitrag von Gerhard Pfenning
Ja, es ist schon manchmal ein Jammer, sich bei
Schönstatt-Veranstaltungen nach Männern umzuschauen – da scheint unsere
Bewegung im allgemeinen Kirchen- und sogar Gesellschaftstrend zu liegen.
Doch: Schönstatt wurde mit männlichen Jugendlichen begonnen
und der „Apostolische Bund von 1919“ war anfangs eine reine Männersache.
 Dann
kamen die Frauen, denen sich Herr Pater besonders zugewandt hat und das starke
Geschlecht war ab da nicht mehr Chefsache und eine Alternative als Lokomotive
für diesen Zug fand sich nicht. Gut, es gibt die Patres und „Pfarrer“, ebenso
gute Väter bei den Familien, doch was ist mit der Männerschiene, in der Liga
etwa?
Viele die sich als Jugendliche in der
Schönstatt-Mannesjugend engagiert haben, hören mit ca. 22 Jahren auf (ein
ähnlicher Einbruch wie bei 14 / 15 Jährigen nach dem Zeltlager-Alter). Wir
müssen zugeben, dass die Mädchenjugend (und die Marienschwestern) hier mit den
„jungen Frauen“ seit ca. 15 Jahren eine wirklich gute Weiter-Führung anbieten.
Als Priester in der (Würzburger) Mannesjugend mache ich mir
seit einigen Jahren über diesen Einbruch am Ende der SMJ-Zeit meine Gedanken
und seit 2006 gehe ich mit dem Anliegen „junge Männer“ hausieren.
Bisherige Erkenntnisse:
-
berufliche Etablierung steht an und braucht
Zeit;
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Freundschaft, Verlobung, Hochzeit, Kinder . . .
;
-
Die wenigen Interessenten leben „verstreut“;
-
Von den Angeboten des „jungen Schönstatt“ fühlen
sich nicht alle angesprochen;
-
Ein Grundsockel an Mitgliedern fehlt, bei dem
Neue dazukommen könnten;
-
Die „Ich-Findung“ (P.I. usw.) ist abgeschlossen,
doch welche (Lebens-) Themen stehen jetzt an?
-
Doch es tut sich auch was:
- In
Südamerika gibt es an manchen Heiligtümern die „Frühaufsteher“, die sich
an Samstagen zu Messe oder Gebet treffen, viel singen und miteinander
frühstücken;
- Im
Haus Tabor (Schönstatt) gab es im Juli 2007 ein erstes deutschlandweites
Männerforum; das nächste wird am 12. Juli 2008 sein;
- Es
gibt einige Gruppen mit +/- 40Jährigen z.B. in Weiskirchen / Würzburg /
Waldstetten, (diese wollen den Kontakt untereinander verstärken);
- In
München suchen „alte Lebensschüler“ (ehemalige Mitglieder der
zehnmonatigen „Lebensschule“) und andere nach Perspektiven;
- Im
Raum Würzburg habe ich (Gerhard Pfenning) Kontakt zu einigen jungen
Männern (ca. 30Jährige) und wir
treffen uns als Gruppe zu monatlichen „Stammtischen“;
- Es
finden Studenten zu Schönstatt, die vom Liebesbündnis und unserer
Spiritualität begeistert, aber für die SMJ zu alt sind – wo ist ihr Platz?
Die Zeit ist reif . .
.
. . . sich als junge
Männer zusammenzutun und etwas aufzubauen:
Zukunft beleben und hineinzuwirken in unsere Gesellschaft,
v.a. in die Arbeitswelt – in diese Richtung werden wohl auch die Themen von
Männer-Treffen gehen.
Was wir bei den Jungmännern gelernt und gelebt haben hat uns
geprägt.
Als Männer leben wir es neu und gestalten die Zukunft!
Ob Zukunftsforum oder 100 Jahre Schönstatt – wir Männer sind
dabei!
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