Hauptmenü
Home
Arbeitsgruppen
Forum 2010
Forum 2009
Forum 2008
Arbeitskreise
Themen und Thesen
Initiativen und Projekte
Zu"kunst"forum
Downloads
Beteiligung
Organisation
Kontakt
Impressum
Administrator
Kalender
Mai 2012 Juni 2012
Mo Di Mi Do Fr Sa So
Woche 18 1 2 3 4 5 6
Woche 19 7 8 9 10 11 12 13
Woche 20 14 15 16 17 18 19 20
Woche 21 21 22 23 24 25 26 27
Woche 22 28 29 30 31
Interview mit dem Bewegungsleiter Pater Lothar Penners Drucken E-Mail

Warum braucht es ein Zukunftsforum? Wäre nicht die Oktoberwoche das eigentliche „Forum“,um über die Zukunft Schönstatts nachzudenken?

P. Penners: Ja, ich stimme zu, das reguläre „Steuerungsinstrument“ ist die Oktoberwoche. Ich sage „regulär“. Aber ähnlich wie es nach dem Konzil in der deutschen Kirche die Würzburger Synode gab, kann es sinnvoll sein, in einem bestimmten geschichtlichen Augenblick so etwas wie ein Zukunftsforum einzurichten – gleichsam ein außergewöhnliches Steuerungsorgan. Nur: Im Unterschied zu einer kirchenamtlichen Synode braucht es einen breiten Mitbeteili-gungsprozess, in dem viele ihre Beobachtungen, Wünsche und Anregungen artikulieren kön-nen. Zweifellos steht die Schönstattbewegung in unserem Land ca. hundert Jahre nach der Gründung in einem in etwa vergleichbaren Prozess wie die Kirche damals.

Wo liegen Ihrem Eindruck nach die größten Stärken (und Schwächen) der deutschen Schönstattbewegung? Gibt es ein sprechendes Bild?

P. Penners: Mir kommen sogar drei Bilder, die teilweise gelegentlich schon im Umlauf waren:
  • Die Schönstattbewegung mit ihren vielen Einzelgruppierungen gleicht einem großen Öltanker, der nur langsam und von langer Hand zu steuern ist ...
  • In Koblenz fließen bekanntlich Rhein und Mosel zusammen; aber es braucht eine Reihe von Kilometern, bis beide Ströme sich vereinigen und nicht mehr nebeneinander fließen. In der Nachgründerzeit gab es oft ein Nebeneinander von bewahrenden und innovativen Kräften; teilweise auch von jungem und erwachsenem Schönstatt. In den letzten Jahren haben wir erstaunlich viele Einzelinitiativen geschenkt bekommen zu dem, was in ein-zelnen Gemeinschaften und Diözesen geschieht. Es spricht vieles dafür, dass die Ge-samtrealität „Schönstatt in Deutschland“ in ihren Möglichkeiten, Einzelbeiträgen und Einigungsmomenten neu wahrgenommen wird und ineinanderfließen kann.
  • Drittes Bild, ich habe es bei der Oktoberwoche schon gebraucht: Der Lebensstrom Schön-statts in den Gemeinschaften und Diözesen speist in Deutschland ca. zwanzig „Brunnen“, größere, mittlere und kleinere. Dieser Lebensstrom fließt aus dem Urheiligtum, das selbst, jedenfalls was das äußere Einigungspotenzial angeht, in den letzten Jahrzehnten zu wenig wirksam werden konnte. Das Urheiligtum braucht einen Rückstrom; nicht nur vom Aus-land, sondern auch aus den „deutschen Landen“. Auch die zwanzig Brunnen erhalten neues Lebenswasser, wenn es uns gelingt, auf 2014 hin um das Urheiligtum „einen großen Brunnen zu bauen“, der die kirchliche Landschaft in Deutschland und darüber hinaus neu bewässern kann.

Wieviel Veränderung ist möglich, gerade auch für die junge Generation?

P. Penners: Es wird mehr Veränderung möglich und notwendig sein als manchen vielleicht lieb ist. Dazu brauchen wir ein Gesprächsforum; aber vor allen Dingen einen neuen Einbruch unserer Ursprungsgnade. Wenn Schönstatt seine Herausforderungen annimmt und Gott uns in der Jubiläumszeit ähnliche Hilfen schenkt wie nach dem Jubiläum 1999 (vgl. die Einladung zu einem größeren Miteinander der Geistlichen Bewegungen), dann mag Schönstatt verwandelt in sein zweites Jahrhundert hineingehen!


Die Fragen stellte Sr. M. Vernita Weiß
 
Anzeigen
JSN ImageShow - Joomla 1.5 extension (component, module) by JoomlaShine.com
(C) 2008 Zukunftsforum Schoenstatt