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Rückmeldung zum ZF 2
Lieber Herr Pater Güthlein, liebes Leitungsteam des ZF,
gerne komme ich der Bitte um eine Rückmeldung nach.
Zuerst ein herzliches Dankeschön für alle Vorarbeit, für alles
Überlegen, Planen, Vorbereiten, Durchführen. Einen extra Dank sage ich
für die Möglichkeit am Sonntagmorgen, Befindlichkeiten, Meinungen,
Enttäuschungen etc. zu äußern. Meiner Meinung und meinem Eindruck nach
war es höchste Zeit dafür und tat und tut dem gesamten Prozess gut.
Diese Stunde war eine „Hörzeit“ eigener Art, und ich denke, wir sollten
die Stimmen und Einschätzungen aller beim ZF Mitarbeitenden sehr – und
vielleicht noch mehr – ernstnehmen.
Ich kann von mir nicht sagen, dass ich „gefrustet“ nach Hause gefahren
bin. Ich war skeptisch, dass etwas – und vor allem was – rauskommen
könnte und sollte bzgl. Formulierung einer Vision. Für mich waren die
Eingaben für das erste ZF noch nicht genügend bearbeitet. Weshalb dann
schon wieder etwas Neues?
Ich habe mich sehr gefreut über die Arbeitskreise, die in der
Zwischenzeit weitergearbeitet haben und meinem Eindruck nach sehr gut.
Warum hat man die Ergebnisse nicht stärker aufgegriffen, ins Ganze
gestellt und konstruktiv daran weitergearbeitet?
Mein Resümee ist:
Wir sind nicht die Macher unserer Zukunft. – Aber wir müssen alle
positiven Kräfte einsetzen, damit Gott, die MTA, unser Vater mit uns
Zukunft gestalten können. Ob das die Lektion ist, die es jetzt daraus
zu lernen gilt?
Erst vor kurzem habe ich in einem Bericht von Pater Menningen gelesen,
wie unser Vater ihn nach der Gymnasiastentagung 1929 „zusammenstauchte“1 und ihm die Illusion nahm, sich auf sein Können und seine Rhetorik zu konzentrieren.
Meine Vorschläge für eine Weiterarbeit
• Erweiterung des Leitungsteams – mit Personen, die nicht Pater oder
Schwester und nicht aus und oder Verband sind; aber von innen her
hochidentifizierte und „heutig-moderne“ Schönstätter
• Breiteres Einholen und Ernstnehmen von Meinungen – aller Generationen (nicht zuletzt der mittleren)
• Stärkere Transparenz aller Vorgänge und Arbeitsschritte – schon im voraus und auch während des Stattfindens
• Dem Gesamt des Teilnehmerkreises angemessene Sprache und Methoden
(diese haben meiner Einschätzung nach dieses Mal schon besser gepasst
als beim ersten ZF)
• Prozesshaftes Arbeiten – mit professioneller Moderation (ähnlich wie
bei der Konferenz 2014); dadurch haben alle in gleichem Maße die
Chance, sich und ihre Anliegen/Ideen einzubringen.
• Nicht – wie bisher – primär am defizitär Scheinenden anknüpfen und
sich darauf konzentrieren, sondern gezielt stärkenorientiert vorgehen:
bewusst nach dem fragen und das thematisieren, was in einzelnen
Bereichen positiv da ist, was sich – gerade in den letzten Jahren – an
verschiedenen Stellen positiv entwickelt hat und versuchen, das zu
optimieren. Zum Beispiel auch konkret: das Potenzial bereits gelungener
Ansätze im Miteinander heben u. ä.
Das
ZF 1 und auch das ZF 2 waren für mich jedes Mal eine Bestätigung für
unsere Arbeit als Schönstattbewegung Frauen und Mütter. In der Diözese
Rottenburg-Stuttgart – und auch anderswo - haben wir bereits 2003 einen
Zukunftsprozess begonnen, der seither viele Kräfte, Fort-Schritte und
echten Apostelgeist geweckt hat.
Das wünsche ich allen Schönstattgruppierungen und unserer ganzen
deutschen Bewegung. Ich bin beim ZF 3 auf jeden Fall wieder mit dabei.
Mit herzlichen Grüßen
Schw. M. Anika Lämmle
Liebfrauenhöhe 5
72108 Rottenburg
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1„Ich wollte dir bloß einmal sagen, wenn wir übergehen in die Rhetorik und wenn du wie ein
Dragonerleutnant der Gymnasiastenbewegung mit der Fahne vorauseilen willst und alle sollen
hinterdrein kommen, da fängt der Misserfolg an. Und darum jetzt die Weichenstellung. Du musst
in die Stille, in den Hintergrund gehen, musst einen um den anderen und alle kleinen und winzigen
Vorgänge aufgreifen, dann kommst du in die richtigen Maße hinein.“ (J.K. an Alex Menningen)
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