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Feedback Müller-Hoberg: mein Herz brennt! Drucken E-Mail

Verehrtes, liebes Leitungsteam des Zukunftsforums,

mein Herz brennt!

Bereits am Kulturabend hatte ich Ihnen „angedroht“, Sie und alle Teilnehmer des zf2 erneut zu fragen: Wer ist das Gesicht von Schönstatt? Leider muss ich feststellen, dass ich weder von Ihnen, dem Leitungsteam, noch von den Beteiligten eine klare, zukunftsfähige Antwort erhalten habe. Jedoch konnte ich spüren, dass diese Frage alle umtrieb, dass diese Frage oftmals in Variationen geäußert wurde, dass diese Frage für Spannung und Spannungen sorgte. Da die Redezeit im Plenum am Sonntagmorgen nicht reichte, möchte ich Ihnen meine Gedanken auf diesem Wege zukommen lassen.

 

Oft ist in diesen Tagen das Wort von der Vision gebraucht worden. Auch ich hatte eine Vision – und das genau in den Momenten, als es „drunter und drüber“ ging. Ich sah „die Dreimal Wunderbare Mutter, Königin und Siegerin von Schönstatt“ durch unsere Reihen gehen. Nein, sie ging nicht, sie schlurfte und stützte sich schwer auf ihren Stock. Ihr sah man ihr Alter an, sie war immerhin 94. Und doch wunderte ich mich über ihre müde, gebeugte Haltung und ihre Falten im Gesicht. Sie schüttelte ihren Kopf und ich hörte sie seufzen: „Und das hier soll meine Familie sein? Meine deutsche Schönstattfamilie? Die Familie, die meinem Herzen am nächsten stehen sollte? Welch ein Durcheinander, welch ein Ereifern über Kompetenzen und Problemfelder, was wichtig ist und was nicht und welche neuen Kommissionen, Arbeitskreise, Gremien, Teams gebildet werden sollen! Welch eine Kraftvergeudung! Wenn Ihr in die Zukunft schauen wollt, so besinnt Euch doch auf die Anfänge. Pater Kentenich begann 1914 mit Jugendlichen. Er wagte den Herzsprung seiner Gründung mit WIRKLICH jungen Menschen!“ Die Gestalt verschwand.

 

Was mir zuvor unlösbar erschien, war nun einfach geworden. Wäre es so „irrsinnig“, den erhofften und erbeteten „Neuanfang“ ebenso wie unser Vater damals in die Herzen und Hände unserer Jugend zu legen, in die Obhut derer also, die diese viel zitierte Zukunft als „Lebensträger der Bewegung“ am allermeisten angeht? Wäre es nicht denkbar, dass sich bei diesem Prozess – wie es auch vor fast 100 Jahren geschah – die „Alten“ und „Mittelalten“ als geistliche Begleiter anbieten? D.h. Spezialisten im Bewahren UND (nicht oder!) Pioniere der Erneuerung! Das Wort von P. Lothar Herther – dabei sein ist eine Gnade – möchte da wohl Realität werden.

 

Soweit mein Plädoyer für UNSERE Jugend, die ich geistbeseelt, verantwortungsbewusst, offen, echt marianisch und missionarisch erleben durfte. Darum habe ich Vertrauen in sie. Darum bin ich dankbar.

Zukunft braucht Energie. Schönstatt hat Energie, die Energie des Ursprungs. Gerne können Sie mein „Energie-Gedicht“ im zf veröffentlichen.

Mit Grüßen aus brennendem, engagiertem Schönstatt-Herzen

Ihre Christa Müller-Hoberg
 
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