Die Zukunft Schönstatts
Die
apostolische Bewegung von Schönstatt feiert in 5 Jahren am 18.10.2014 ihr
100-jähriges Bestehen. Dies gab den Anlass sich in der deutschen
Schönstattfamilie seit einem Jahr mit der Zukunft Schönstatts
auseinanderzusetzen.
Ein „Zukunftsforum“
ermöglicht den unterschiedlichen Gliederungen, Kreise und Initiativen innerhalb
Schönstatt sich auf diesem Weg zu beteiligen. Die einzelnen Ideen und sollen
zusammenfließen und unter dem schöpferischen Wehen des Heiligen Geistes zu
einem Neuaufbruch führen.
-
Es schält sich immer deutlicher ein Bewusstsein
heraus: die Schönstattbewegung in Deutschland macht in steigendem Maß so etwas
wie einen Gestaltwandel durch. Die Gruppenbildung nimmt im Rahmen der
Ligagliederungen, das heißt der eigentlichen „Bewegung“, deutlich ab, die
Bereitschaft, Projekte mitzutragen, nimmt zu. Die Familienbewegung wächst – die
jungfräulichen Gemeinschaften oder z.B. auch die Männersäule sind auch von der
Nachwuchskrise der Kirche in Mitteleuropa betroffen.
- Dabei wird auch in vielen Stimmen deutlicher als
bislang die Frage gestellt: Wofür steht „Schönstatt“ insgesamt, abgesehen vom
marianischen Charakter, der allenthalben gewusst wird? Als was will Schönstatt
wahrgenommen und wie möchte es von außen wahrgenommen werden?
Das erste
Plenum des Zukunftsforums im April 2008 hat viele Kreise gezogen in die
deutsche Schönstattbewegung, nicht zuletzt auch durch den „Zukunftstag“ bei der
Oktoberwoche 2008. Auch dort breitete sich ein Klima der Zuversicht aus und
zeigte sich erneut viel Bereitschaft zu positiver Veränderung in dem, was
ansteht.
Unter dem
Thema „Du führst uns – miteinander in die Zukunft“ fand vom 13.-15. Februar
2009 in Schönstatt das zweite Plenumstreffen des Zukunftsforums statt.
Die ca. 200
Teilnehmer kamen aus allen Gruppierungen Schönstatts. So waren die
„etablierten“ Gliederungen wie Paters, Priester, Schwestern, Familien, Frauen
und nicht zuletzt auch den Männern vertreten, im allgemeinen mit kleinen
Delegationen. Daneben haben sich die jungen Erwachsenen zahlreich eingebracht;
sie sind oft aus der Jugend herausgewachsen, aber z.T. noch auf der Suche nach
einer für sie adäquaten Form in Schönstatt.
Die vielen
Gespräche im Plenum, in kleinen Arbeitsgruppen und beim den gemeinsamen Mahlzeiten haben immer
wieder gezeigt, wie jedem einzelnen die Welt Schönstatts am Herzen liegt – ich
nenne hier nur ein paar Stichworte: Maria, Heiligtum, Herr Pater Kentenich,
Liebesbündnis,... . Sie haben zum gegenseitigen Kennenlernen beigetragen und an
vielen Stellen das Verständnis füreinander erweitert und neue Gespräche in Gang
gebracht.
Ich habe
mich über die vielen Initiativen besonders auch die auf der Seite von jungen
Männern gefreut, die Mut machen, dass Männer auch weiterhin in Schönstatt zu
Hause sein werden.
Planungskonferenz für 2014
Kurz vor
dem Zukunftsforum fand vom 1.-7. Februar eine internationale Konferenz mit 89
Delegierten aus 32 Ländern statt, die das Jubiläum vorbereiten sollte. Ich will
hier nur 3 Ergebnisse herausgreifen:
- Am
18. Oktober 2014 soll eine internationale Großwallfahrt nach Schönstatt
stattfinden, es wird mit 20-30000 Teilnehmern aus aller Welt gerechnet.
- Anschließend
wird sich die Schönstattfamilie in Rom um den Heiligen Vater versammeln, um
sich neu für die Kirche aussenden zu lassen.
- Das
Vaterauge, das Pater Kentenich schon für das Urheiligtum geschenkt hat, wird
wieder auf Pilgerreise geschickt. Nach seiner Weltreise 1969 nach dem Tod des
Gründers soll es bis zum Jubiläum alle Heiligtümer auf der ganzen Welt
besuchen.
Josef
Konrad
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