Hauptmenü
Home
Arbeitsgruppen
Forum 2010
Forum 2009
Forum 2008
Arbeitskreise
Themen und Thesen
Initiativen und Projekte
Zu"kunst"forum
Downloads
Beteiligung
Organisation
Kontakt
Impressum
Administrator
Kalender
Mai 2012 Juni 2012
Mo Di Mi Do Fr Sa So
Woche 18 1 2 3 4 5 6
Woche 19 7 8 9 10 11 12 13
Woche 20 14 15 16 17 18 19 20
Woche 21 21 22 23 24 25 26 27
Woche 22 28 29 30 31
Feedback: Dem Leben eine Plattform geben Drucken E-Mail

Liebe Verantwortliche für das ZF II,

 

während der langen Rückreise nach München gestern hatte ich ausgiebig Zeit, die Tage des Zukunftsforums zu reflektieren. Ich möchte Sie gerne teilhaben lassen an meinen Gedanken und sie als konstruktiven Beitrag gesehen wissen. Mir ist der Zukunftsprozess ein wichtiges Anliegen, das auf jeden Fall weiter gehen muss und deshalb möchte ich mich mit meinen Überlegungen einbringen.

 

 

VORBEMERKUNGEN

 

Zuerst möchte ich ein paar Bemerkungen zu meiner persönlichen Einschätzung der Situation im allgemeinen machen.

 

1. Wie alles, was lebt, ist auch der Zukunftsprozess den Wachstumsgesetzen unterworfen. Das bedeutet, dass sich zwar stetig etwas weiterentwickelt, aber nicht kontinuierlich im gleichen Maß. Stattdessen gibt es Schübe und (vermeidliche) Stagnationsphasen im Wechsel. Meiner Meinung nach befinden wir uns im Zukunftsprozess gerade in einer solchen letzteren. Deshalb ist es für mich keine Lösung, abzuspringen, denn das wäre kontraproduktiv. Wir brauchen das Bewusstsein, dass das eine unvermeidliche Phase ist, die wir meistern müssen.

 

2. Bei mir drängen sich Parallelen zur Situation der NdH 2006 auf: Das Gefühl der Unzufriedenheit über die Veranstaltung bewirkte damals verstärkte Initiative und aktives Einbringen von vielen, denen die Veranstaltung und deren Gelingen ein großes Anliegen war. Ganz ähnlich erlebe ich es jetzt mit dem ZF II. Für mich ist das das die Taktik des Himmels – es bewirkt, dass wir nicht zufrieden heimfahren in der Meinung, dass ja alles super läuft, sondern uns herausgefordert fühlen, mitzudenken und mitzuarbeiten, wenn es weiter gehen soll.

 

Soweit die Vorbemerkungen, nun zu den konkreten Hinweisen und Überlegungen.

 

 

PLÄDOYER

 

 

1.       Dem Leben eine Plattform geben!

 

Meiner Meinung nach sollte die Tagung eine Ausrichtung haben, die vom bereits vorhandenen (oder im Entstehen begriffenen) Leben ausgeht, das in den Teilnehmern lebendig ist. Es gibt so viele Ideen, Visionen, Vorstellungen, Wünsche, Träume, die vielfach auch gar nicht so utopisch, sondern tatsächlich umsetzbar sind (und darüber hinaus schon lange notwendig!) innerhalb der aktiven Schönstätter, die nur einen geeigneten Rahmen brauchen, um angegangen zu werden.

 

Das Zukunftsforum bzw. der Zukunftsprozess ist für mich dieser optimale Rahmen, bei dem dann allerdings die Rahmenbedingungen entsprechend sein müssen:

 

a.       Damit soviel Raum wie möglich für die kreative Entfaltung, Entwicklung und Konkretisierung von Ideen und Anliegen ist, müssen alle anderen (isolierten) Zusatzactions (wie zB Vaterspuren) weggelassen werden. Weniger ist mehr!! (Richtwert: für jeden produktiven TOP doppelt so viel Zeit wie dieses Mal einplanen.)

 

b.       Der Anspruch, den Fokus auf das Leben zu richten, beinhaltet auch eine flexiblere Gestaltung des Programms je nach den situativen Bedürfnissen. Eine kurzfristige Programmänderung muss dabei auch möglich sein.

 

c.       Es ist notwendig, die Ideen und Anliegen im Plenum auszusprechen und darüber ins Gespräch zu kommen, damit sie breit rezipiert werden.

Genauso sollen (Zwischen-)Ergebnisse der Arbeitsgruppen im Plenum vorgestellt werden und nicht nur als Word-Datei an das Leitungsteam gegeben werden oder auf einem Wallpaper erscheinen (Ich habe es die ganzen Tage nicht geschafft diese zu lesen, weil das Programm so dicht war.). Dadurch wird erreicht, dass möglichst viele informiert sind – das schafft Transparenz (die Voraussetzung für Miteinander!! – setzt allerdings auch voraus, dass sich die anderen dafür interessieren[1]). Außerdem können sich eventuell andere noch mit Ideen einschalten. Das wichtigste ist aber, dass dadurch automatisch eine gemeinsame Strömung entsteht, weil deutlich wird, dass wir zwar an unterschiedlichen Projekten, aber mit der gleichen Zielsetzung, nämlich einer Erneuerung Schönstatts arbeiten!!

 

d.       Insgesamt geht es bei einem Treffen mit einer solchen Zielsetzung – nämlich Erneuerungskräfte zu wecken – nicht darum, Impulse zu geben oder Input zu liefern (dafür gibt es andere Veranstaltungen), sondern die Voraussetzungen und die Rahmenbedingungen zu schaffen, damit das vorhandene Leben zur Sprache gebracht werden und in die Tat umgesetzt werden kann. (Denkbar wären höchstens „methodische“ Hinweise zur kentenichschen Vorgehens- und Arbeitsweise, zB. ein kurzer Impuls zum Gesetz der geöffneten Tür, der für die konkrete Arbeit in den Projekten hilfreich und weiterführend sein könnte.)

 

 

2.       Eine gemeinsame Zielrichtung

 

Wichtig scheint mir in Zusammenhang mit oben gesagtem, dass die in diesem offenen Klima entstehenden Initiativen und Projekte nicht ein wildes Sammelsurium im Schönstatt-Kosmos bleiben, und sich die einzelnen Initiatoren nicht als einsame Kämpfer sehen.

Vielmehr ist eine Bündelung und Ausrichtung notwendig:

 

a.       Der Knackpunkt dabei ist, dass das vor allem eine Frage der mental-herzensmäßigen Einstellung ist. Es muss das allgemeine Bewusstsein entstehen: Wir arbeiten zwar alle an völlig unterschiedlichen Ideen, aber unsere Zielausrichtung ist genau die gleiche, nämlich zB: Wir wollen Schönstatt zum Durchbruch verhelfen. (Das könnte ein mögliches Ergebnis eines Zentrierungsprozesses sein, andere sind auch denkbar.) Es handelt sich dabei – schönstättisch gesprochen – um ein gemeinsames Ideal (das notwendigerweise relativ abstrakt ist, weil sich viele damit identifizieren sollen), das aber nicht nur eine schöne Idee ist, sondern sich in den laufenden Projekten konkretisiert.

 

b.       Wichtig ist die Haltung: Jedes Projekt ist gleich viel wert und gleich notwendig um zu diesem gemeinsamen Ziel zu kommen. Im Bild gesprochen: Wir bauen alle gemeinsam am Haus des neuen Schönstatt, aber der eine fliest das Bad, der andere baut die Türen ein und der dritte deckt das Dach. Alles ist notwendig, damit das Haus fertig wird, auch wenn es sich um völlig verschiedene Arbeiten handelt. Also eine gegenseitige Wertschätzung, die gleichzeitig bewirkt, dass ich mein Projekt nicht als die einzig selig machende Lösung für alle Probleme Schönstatts betrachte, sondern den anderen Aktionen ebenfalls ihre Berechtigung gebe, sie sogar als wichtige Ergänzung sehe.

Dieses Bewusstsein der Einheit und des Miteinanders gibt uns mehr Durchschlagskraft, von der wir ja so träumen!

 

 

3.       Professionelle Unterstützung

 

Sich professionelle Hilfe von außen zu holen, könnte in diesem extrem anspruchsvollen Prozess sehr hilfreich sein. Ich denke an Sabine Wehner, die bei der Planungskonferenz 2014 für das Vorbereitungsteam und während der Durchführung eine sehr große Bereicherung und Inspiration war und für ihre Arbeit von allen Seiten Anerkennung bekommen hat.

 

 

4.       Bete und arbeite

 

Wo viel gearbeitet wird, ist auch viel Gebet/Gnadenkapital notwendig. – Gnadenkapital ist zwar nicht alles, aber ohne Gnadenkapital geht nichts!

a)       Die spirituelle Unterstützung all unserer Überlegungen und Aktionen ist absolut notwendig, aber meiner Meinung nach bis jetzt zu kurz gekommen!

b)       Dadurch könnten auch Kreise in diesen Zukunftsprozess hineingenommen werden, die sich nicht aktiv beteiligen können – sie sind aber genauso wichtig! Eine deutschlandweite Solidarität mit dem Zukunftsforum, die sich in Gebetspatenschaften oä ausdrückt, kann viel bewirken, wie die Erfahrungen bei der Planungskonferenz 2014 beweisen. Dadurch wurde die ganze Welt in diese Konferenz und ihre Überlegungen miteinbezogen und hat rege Anteil genommen an dessen Verlauf und Ergebnissen!

 

 

So, das wärs von meiner Seite. Für Rückfragen usw. stehe ich gern zur Verfügung.

 

 

Viele Grüße

X



[1] Dieses muss bei der Tagung von der Moderation im Vorfeld deutlich gemacht werden!

 
Anzeigen
JSN ImageShow - Joomla 1.5 extension (component, module) by JoomlaShine.com
Umfragen
Events spielen in Schönstatt eine immer größere Rolle. Das ist…
 
(C) 2008 Zukunftsforum Schoenstatt