Ich möchte mich hiermit zum Zukunftsforum äußern, an dem ich teilnehmen durfte.
Zunächst muss man lobend anerkennen, dass sich einiges seitdem getan hat
und dass einiges in Bewegung gekommen ist. Denken wir nur an
schoenstatt-wissen.de oder an andere Arbeitskreise, die sich schon viele
Gedanken gemacht und erste Initiativen angestoßen haben.
Ebenfalls sehr toll war der erste Abend am Freitag.
Was nun aber dringend notwendig ist, ist eine Bündelung der vielen
Vorschlägen. Es muss konkreter werden und wir müssen erahnen, auf welches Ziel
wir zusteuern wollen. In unserem Arbeitskreis mit Prof. Brantzen wurden z.B. sehr
viele Punkte angesprochen. Doch was bleibt von den vielen Punkten, wo machen
wir weiter? Das Problem ist: wenn man den Deckel allgemein aufmacht, kommen immer
ganz viele Ideen, die dann wieder zuviel sind.
Ich finde den Gedanken, sich einige Säulen zu erarbeiten und diese
peppig und modern darzustellen, ganz gut. Vielleicht gibt es dazu auch einen
Flyer, den wir weit streuen können und der modernen Menschen zeigt, wie toll
Schönstatt ist. Doch wichtig ist dabei auch, dass wir unsere Kerninhalte nicht
verlieren. Manchmal hatte ich das Gefühl, und wo bleibt das Liebesbündnis, wo
bleiben die 3 Wallfahrtsgnaden des Heiligtums, wo bleiben Herrin, Haupt und Heiligtum?
Wir brauchen das Rad nicht neu aufrollen und erfinden. Wir müssen uns
überlegen, wie wir unsere Kerngedanken modern und zeitgemäß rüberbringen. Und
daran sollten wir das nächste Mal arbeiten und dies auch ganz konkret angehen.
Ich habe auf den Zettel zur Wallpaper geschrieben, unser Ansatz ist
immer zunächst der Mensch mit seinen Befindlichkeiten, seinen Spannung und
Ängsten. Maria kann uns hier eine Antwort geben und zwar unsere MTA mit unserem
Heiligtum. Diese Komponenten sollten vielleicht konkretisiert werden. Der
Mensch heute und unser Heiligtum mit unserer Gottesmutter.
Ein weiterer Punkt, den ich anfügen möchte: Wie weit geht die übrige
Schönstattbewegung mit? Ich finde es toll, dass junge Menschen sich so
einbringen, so viele tolle Ideen haben, aber wie gesagt, das Zentrale darf
dabei nicht untergehen.
Pater Boll hat uns richtungweisende Ideen mitgegeben und der Vortrag von
Herrn Maas war spritzig und anregend. Alt und neu verbinden und in die heutige
Zeit rübertragen, darauf kommt es an. Aber auch darauf, dass wir realistisch
bleiben. Werden wir uns bis zum Jahr 2014 verdoppeln, wenn auch die
Kirchenzahlen so rapide abnehmen?
Ich wünsche mir für das nächste Zukunftsforum, dass wir konkret an
einigen Punkten arbeiten und nicht nochmals den Topf aufmachen und dann vor
vielen tollen und guten Anregungen stehen, die aber zu viel sind und zu unklar,
um eine Antwort darauf geben zu können.
Mit freundlichen Grüßen
Adolf Schöls
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